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Archive for Februar 2018

Jahreslosung 2021:

Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!    Lukas 6,36

Monatsspruch April

Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

Kolosser 1,15

Liebe Gemeindeglieder und Freunde des Pfarrbereiches Kloster Neuendorf

so ganz langsam fällt mir das Schreiben schwer!

Ich habe im letzten Quartal mit so vielen B-Plänen gelebt und habe vieles schon im Vorfeld geschrieben, nur für den Fall, dass der Fall eintritt und ich dann ganz schnell reagieren kann. Das hat viel Kraft gekostet. Auch das hätte ich nicht gedacht. Aber dem war so.

Nun sind wir im neuen Jahr und niemand von uns weiß, wie sich 2021 gestalten wird. Ich hoffe nur, dass 2021 etwas optimistischer wird als 2020.

Einer unserer Söhne, der uns im Dezember besucht hatte, sagte nur: „2020 war einfach nur schrecklich!“ Für ihn waren das 9 Monate allein zu Hause und keinen großen Kontakt, weil alles ausgefallen war. Kein Orchester, keine Spielerunden mit Freunden, keine Arbeitskollegen, kein gemeinsames Essen mit Freunden und, und, und. Er hat es als gestohlenes Jahr erlebt.

Ganz so haben wir das vergangene Jahr nicht erlebt, aber wir hatten auch etwas andere Rahmenbedingungen. Dennoch habe ich im vergangenen Jahr mehr als sonst darüber nachgedacht, über die Dinge, die ich im Leben brauche, die mir wichtig sind. Ich habe das Landleben noch mehr als Privileg erlebt, als ich es ohnehin erlebe und war zutiefst dankbar, auch in diesem Land zu leben. Das, worüber sich in den Medien der Kopf zerbrochen wurde, war angesichts der Tatsache was sonst in der Welt los ist, oft Pillepalle. Gott sei Dank, durften wir, im Gegensatz zum vergangenen Frühjahr Gottesdienste feiern und das war gut so. Auch wenn wir zum Herbst hin schon nicht mehr gemeinsam gesungen haben, die Resonanz für die andere Form Gottesdienste zu feiern war gut.

Ich hatte Freude daran, Musik herauszusuchen, Texte zu schreiben, Melodien mir einfallen zu lassen und Anbetracht der anderen Form, auch eine andere Sorgfalt an den Tag zu legen. Die Gottesdienstbesucher haben es gedankt.

Ich habe mich immer wieder gefreut, wenn Bibeltexte mich völlig neu angesprochen und mir dabei geholfen haben, in neue Richtungen zu denken, oder auch verschüttete Gedanken wieder freizulegen.

Im Alten Testament gibt es ziemlich am Anfang eine Stelle da heißt es: „So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.“ Josef sagt das zu seinen Brüdern, die ihm übel mitgespielt hatten. Dieser Satz hat etwas Tröstliches und er wird von einem Menschen gesagt, der in seinem ganzen Leben immer wieder den Segen Gottes zu spüren bekam. Sei es als über alles geliebtes Kind, sei es als Sklave, sei es im Gefängnis, sei es als rechte Hand des Pharaos. In allem, was sich zur Zeit in diesem Land abspielt, fühle ich noch immer, dass Gott uns das auch zusagt: So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen. Wir sind versorgt in diesem Land und dafür können wir nur dankbar sein. Wir können Gutes tun und wir können freundlich sein, weil es uns so gut geht. Wer in diesem Land nur noch Gift und Galle spuckt, der sollte sich allen Ernstes fragen, wie bringt er oder sie sich in diesem Land ein, damit die Verhältnisse besser werden?

Lassen Sie uns wachsam bleiben für unseren Nächsten und für Gott. Lassen Sie uns freundlich bleiben und lassen Sie uns an den Stellen etwas tun, wo wir das Gefühl haben, dass etwas getan werden muss. Sei es in unseren Familien, in unseren Gemeinden, in unseren Dörfern oder auch in unserem Arbeitsumfeld.

Gott segne die vor uns liegende Zeit!

So soll es sein und so wird es sein. Amen

Ihr Pastor Brilling

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